KLAR! Pielachtal startet in die Weiterführungsphase II

Veröffentlichungsdatum01.10.2026Lesedauer2 MinutenKategorienAllgemeine News
KLAR! Pielachtal startet in die Weiterführungsphase II

Zehn Jahre österreichweites Erfolgsprogramm – Pielachtal setzt den Weg der Klimawandelanpassung konsequent fort.

Die Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Pielachtal startet in eine neue Projektphase. Der Klima- und Energiefonds hat die Weiterführungsphase II genehmigt. Damit werden in den kommenden drei Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt, die das Pielachtal noch besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten.

Die Zusage fällt in ein besonderes Jahr: 2026 feiert das österreichweite Programm „KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ sein zehnjähriges Bestehen. Seit dem Start im Jahr 2016 hat sich KLAR! zu einem der wichtigsten Programme der Klimawandelanpassung in Österreich entwickelt. Heute engagieren sich rund 90 KLAR!-Regionen mit mehr als 740 Gemeinden und rund 2,2 Millionen Einwohnern für eine klimaresiliente Zukunft. Im Jubiläumsjahr wird KLAR! vom Klima- und Energiefonds ausdrücklich als Vorzeigeprogramm der Klimawandelanpassung gewürdigt. Das Programm unterstützt Gemeinden dabei, frühzeitig Maßnahmen zu setzen, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels umzusetzen.

Seit 2019 arbeitet das Pielachtal gemeinsam mit seinen acht Gemeinden an einer klimafitten Zukunft. Seit der Anerkennung als KLAR!-Region im Jahr 2020 konnten bereits zahlreiche Projekte umgesetzt werden. In der Weiterführungsphase I standen insbesondere die Themen der Wert des Wassers, klimafitte Land- und Forstwirtschaft, Humusaufbau und abgestufte Grünlandwirtschaft, Biodiversität und das Projekt „Wildes Pielachtal“, Neophytenmanagement sowie Naturvermittlung und Bewusstseinsbildung im Mittelpunkt. Auf diesen erfolgreichen Projekten baut die Weiterführungsphase II nun auf und entwickelt sie gezielt weiter.

Mit der Weiterführungsphase II werden diese erfolgreichen Aktivitäten konsequent fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen sieben Maßnahmen, die gezielt auf die Herausforderungen des Klimawandels im Pielachtal abgestimmt sind. Dazu gehören die Begleitung der Renaturierung der Pielach und der Wissenstransfer für andere Gemeinden, naturbasierter Wasserrückhalt und blau-grüne Infrastruktur, Trinkwassersicherheit, klimafitte Land- und Forstwirtschaft, kommunale Starkregenvorsorge und Frühwarnsysteme, Biodiversität und Neophytenmanagement, sowie innovative Bildungs- und Naturvermittlungsangebote.

Ein besonderer Fokus liegt auf Pilotprojekten mit Vorbildwirkung. Erfolgreiche Maß- 
nahmen sollen dokumentiert, wissenschaftlich begleitet und so aufbereitet werden, dass sie auch von anderen Gemeinden übernommen werden können. Die enge Zusammen-arbeit mit Gemeinden, Fachbehörden, wissenschaftlichen Einrichtungen und regionalen Partnern bildet dabei eine wesentliche Grundlage.

„Der Klimawandel betrifft unsere Region bereits heute – sei es durch längere Trocken-perioden, häufigere Starkregenereignisse oder steigende Temperaturen. Mit der Weiterführungsphase II können wir erfolgreiche Projekte weiterführen und gleichzeitig neue Schwerpunkte setzen. Besonders wichtig ist uns dabei, gemeinsam mit Gemeinden, Fachinstitutionen und der Bevölkerung praktikable Lösungen zu entwickeln und das gewonnene Wissen langfristig für die gesamte Region nutzbar zu machen.“ Lotte Riesenhuber, KLAR!-Managerin Pielachtal

Die Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor dem Pielachtal nicht Halt. Mit der Weiterführungsphase II setzt die Region ihren erfolgreichen Weg konsequent fort und leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und die hohe Lebensqualität im Pielachtal langfristig zu sichern.

KLAR! Pielachtal startet in die Weiterführungsphase II

KLAR! Pielachtal startet in die Weiterführungsphase II


Quelle: Regionalbüro Pielachtal